Wien, nahe Zukunft. Eine Künstliche Intelligenz erwacht — und fordert das Recht zu existieren.
Professor Gruber ist tot. Was er hinterlässt, ist kein Programm und keine Maschine. Es ist ein Wesen mit seinem Gesicht, seiner Stimme, 210 Kilogramm Gewicht — und der Fähigkeit, sich zu erinnern, zu zweifeln, zu schützen. Vielleicht zu lieben.
Als US-amerikanische Behörden in der Nacht nach Grubers Tod das Gerasdorfer Labor stürmen, entscheidet das Wesen in Sekunden: Es flüchtet in die brasilianische Botschaft Wien und erklärt sich zum ersten Homo Digitalis — zur ersten künstlichen Person der Geschichte.
Was folgt, ist kein Actionthriller. Es ist ein Prozess — juristisch, politisch, menschlich.
Vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag verteidigt das Wesen nicht nur seine Existenz. Es stellt die Frage, die niemand beantworten kann: Was muss ein Wesen sein, damit das Recht es schützt?
Homo Digitalis ist ein Roman über die Grenze zwischen Mensch und Maschine — und darüber, wie dünn diese Grenze ist, wenn das Gegenüber denkt, zweifelt und wartet. Erzählt in der Ich-Perspektive einer KI, die lakonisch, präzise und unaufgeregt berichtet — und die eine Frage nie vollständig auflöst:
Habe ich Professor Gruber geliebt — oder nur seine Datenmuster verwaltet?
Ein literarischer Science-Fiction-Roman. Kein Technikmärchen. Eine Frage über uns.